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Resident Evil: Capcom-Veteran trifft überraschende Aussage zum Remake-Hit

Ein Remake zu einem Erfolgsspiel? Bei Capcom war man sich lange unsicher, ob eine Neuauflage von Resident Evil 4 gerechtfertigt ist.

Eine Bildmontage zu Resident Evil 4 Remake.
© CAPCOM Co., Ltd., @flukesamed, @Rawf8 - stock.adobe.com, Adobe Photoshop [M]

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Rückblickend wirkt der Erfolg des Remakes zu Resident Evil 4 wie eine gemachte Sache, schließlich konnten die Schöpfer*innen bei Capcom auf ein bereits verdammt starkes Action-Adventure aufsatteln – dank der RE Engine um zeitgemäße Schauwerte ergänzt, sowie bei Gameplay und Steuerung nachgebessert. Auch in unserem Test hier auf 4P standen wir staunend vor dieser „fast perfekten Grusel-Schießbude“.

Jetzt hat ein langjähriger Mitarbeiter von Capcom verraten, dass intern durchaus mit der Entscheidung gehadert wurde, ob ein Remake zu dem beliebten Klassiker Resident Evil 4 seine Berechtigung hat. Yasuhiro Ampo hat sich mit den englischsprachigen Kolleg*innen von IGN zusammengesetzt. Dabei kam die Sprache auf den aktuellen Erfolgshit Monster Hunter Wilds, und eben die geglückte Neuauflage zum vierten Hauptteil der Zombiehatz.

Yasuhiro Ampo trifft verblüffende Aussage zum Remake von Resident Evil 4

Yasuhiro Ampo ist seit 1996 für Capcom tätig. Bereits bei der allerersten Zombie-Gruselei aus dem gleichen Jahr hat er als Softwareentwickler mitgewirkt. Später übernahm er bei Titeln wie Resident Evil 5 und Revelations 2 die Leitung – wie auch zuletzt bei den Remakes zu den Serienteilen 2, 3 und 4. In einem jüngst geführten Gespräch mit dem populären Entertainment-Medium IGN verriet Ampo: Überraschenderweise war gerade der gute Ruf des originalen Part 4 aus dem Jahre 2005 bei Capcom für eine eher wackelige Entscheidungsfindung verantwortlich.

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„… [Resident Evil 4] war noch immer ein Titel, der sich einiger Beliebtheit erfreute. Deshalb gab es viele interne Diskussionen darüber, dass das Ganze [Remake] vielleicht keine gute Idee ist“, wird Ampo zitiert. Ein Blick auf Metacritic zeigt, wieso man seinerzeit bei Capcom herumüberlegte. Schließlich hat Resident Evil 4 (2005) bei Metacritic einen nahezu perfekten Score von 96.

Und auch unser damaliger Tester hier auf 4P hing Resident Evil 4 eine 9.5-er-Testwertung um, belobigte das Spiel als eine der „intensivsten Horror-Orgien der Spielegeschichte“. Dennoch: Die Remakes zu Resident Evil 2 & 3 waren Neuauflagen von Survival-Horror-Klassikern aus dem Ende der 90er-Jahre – inklusive fester Kamerawinkel und klobiger Panzersteuerung. Dagegen wirkte Teil 4 mit seiner Third-Person-Perspektive und zackigem Gameplay womöglich viel zu modern, um ein Remake zu rechtfertigen.

Die Furcht vor Feedback bei Capcom

Dessen ungeachtet erzählt Ampo weiter zur damaligen Stimmung bei Capcom: „Vielleicht brauchen wir kein Remake von Resident Evil 4, vor allem, weil das Spiel so beliebt ist. Wenn wir mit dem Remake etwas falsch machen, könnten die Leute ihr Missfallen lautstark zum Ausdruck bringen“, schließt das Capcom-Urgestein seine Rückschau.

Rückblickend ist ein Großteil der Spieler*innenschaft wohl froh darüber, dass sich Capcom zugunsten eines Remake-Projekts entschieden hat. Eine Erfolgsgeschichte also, vor allem verglichen mit Resident Evil 6, bei dem der japanische Videospielriese der Spagat zwischen Horror und Action eher mäßig gelang. Apropos Horror aus dem Hause Capcom: Resident Evil in der Unreal Engine 5 sorgt für “gruselige Stimmung“.

Quelle: IGN, Metacritic