Fazit
Wer befürchtet hat, dass sich die erste Erweiterung zu Dark Souls 3 hauptsächlich an Online-Kämpfer mit PvP-Faible richtet, darf aufatmen: Die Arena-Duelle gegen andere menschliche Helden sind zwar für einen Abstecher ganz unterhaltsam, aber viel interessanter ist die kompakt designte, wenn auch etwas zu schnell gemeisterte Kampagne. Solisten dürfen sich über eine mysteriöse Story in einer verfluchten nordischen Winterlandschaft freuen, in der man sich fast ein wenig fühlt wie bei G.R.R. Martins Wildlingen hinter der Mauer. Dort sorgen schlechte Sicht, bröckelnder Fels sowie vor allem Umzingelungen durch viele Kreaturen für Gefahr, aber es entstehen abseits der Unterzahlsituationen mitunter auch tolle Einzelduelle, von denen ich mir noch mehr gewünscht hätte. Aber immerhin gibt es auch zwei Bosse, von denen zumindest einer so außergewöhnlich inszeniert wird, dass ihr ihn lange in Erinnerung behalten werdet. Hinzu kommen einige neue Waffen, Rüstungen und NSC in einer clever verzahnten Region, die mit ihren Schneestürmen, Ruinen, Überfällen und Geheimnissen für etwa fünf Stunden unterhält. Der trommelnden Regie hätte etwas mehr Ruhe, der verwunschenen Landschaft etwas mehr Weite und vor allem weniger Leuchtfeuer gut getan, denn als Veteran ist man in fünf Stunden durch. Aber unterm Strich ist Ashes of Ariandel eine gute Erweiterung, die ich jedem Soulsfan empfehlen kann.Wertung: gut

