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Act of War: High Treason (Taktik & Strategie) – Act of War: High Treason

Act of War ist zurück! Im ersten Add-On High Treason sind die Feinde noch fieser, die Missionen noch härter und die globale Bedrohung noch allumfassender. Die Rettung der westlichen Welt ist ebenso filmreif inszeniert wie beim Grundspiel. Und dieses Mal kocht sogar das blaue Meer, wenn ihr in der Karibik hypermoderne Kriegsschiffe aufeinander hetzt.

© Eugen Systems / Atari

Eine Frage des Geldes

Ratet mal, was die Air Force One des amerikanischen Präsidenten kostet. Ein normale Boeing 747 schlägt schon mit rund 185 Mio. Dollar zu Buche. Der Sonderausbau, der George W. Bush samt Stab als fliegendes Hauptquartier dient, dürfte jedoch noch um einiges mehr kosten. Geradezu ein Schnäppchen

Ein Raketen-Volltreffer verwandelt teures Eigentum des US-Steuerzahlers in Kriegsschrott auf dem Meeresgrund.

aber verglichen mit einem B-2 Tarnkappenbomber, für den pro Stück 1,8 Mrd. Dollar zu berappen sind. Ein einziger Flugzeugträger kostet übrigens rund 5 Mrd. Dollar. Das ist ungefähr so viel, wie der Iran pro Jahr für Rüstung ausgibt (4,3 Mrd. Dollar). Mist, meine stromlinienförmige Lenkwaffenfregatte für schlappe 200 Mio. Dollar wurde gerade von einem Torpedo versenkt…

Warum all die Zahlenspielerei? Damit ihr auch wisst, was es kostet, wenn bei Act of War: High Treason vor euren Augen allerhand Hightech-Militärspielzeug in die Luft fliegt. Ersetzen müsst ihr den Schaden zum Glück nicht. Obwohl das virtuelle Reparieren der Schiffe umsonst ist, spielt Geld natürlich auch im Add-On eine große Rolle. Habt ihr keine kleinen grünen Scheine mehr, könnt ihr auch keine neuen Truppen mehr kaufen. Ihr bekommt es durch verschiedene Aktionen, wie dem Gefangennehmen von Feinden, dem Fördern von Rohstoffen wie Uran oder dem Anzapfen von virtuellen Gelddepots, die ihr auf der Karte findet. Eine Herausforderung sind die Levels, bei denen ihr nur begrenzte Finanzmittel zur Verfügung habt und damit auch noch eine Invasion durchführen sollt.

Verschachtelte Story

Bei der fiktiven Agentenstory im Stil der Fernsehserie „24“ wird kein moderner Krisenherd ausgespart, sogar Fidel Castros Arbeiter- und Bauernreich kommt vor. Ging es beim Grundspiel noch um eine globalen Verschwörung, die den

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labilen Ölpreis mit Hilfe von Anschlägen in die Höhe treiben wollte, geht es dieses Mal gleich direkt dem US-Präsidenten an den Kragen. Er fällt vor dem Tor des Weißen Hauses einem Attentat zum Opfer und sein Nachfolger, den ihr in der Kampagne retten sollt, auch noch gleich dazu. Damit nicht genug, bereitet die Terrorgruppe Rote Zelle noch einen Anschlag mit fiesen Retroviren vor. Als ob das nicht schon genug wäre, kommt es vor der Küste Kubas zu einer ausgewachsenen Seeschlacht zwischen dem mysteriösen Konsortium, der kubanischen Marine und einem US-Flottenverband.

Wie gehabt

Die neue Kampagne mit ihren über 30 Missionen beginnt damit, dass ich mich mit dem aus dem Hauptspiel bekannten Kommisskopf Sergeant Jefferson über einen düsteren Flughafen kämpfen muss, um die Maschine des Präsidenten vor einer Explosion zu retten. Eine der vorsichtig taktischen Missionen, bei denen

Der Bau von Verteidigungsstellungen spielt eine große Rolle, wofür ihr wie gewohnt eine Station errichtet. 

ich als Taskforce Talon nur wenige, schemenhafte Kämpfer zur Verfügung habe, die aber schon erfahren sind. Da auch Zukunftskrieger dabei sind, ist ihre Kampfstärke entsprechend hoch. Durch das Erreichen von Nebenzielen, bekomme ich weitere Streiter hinzu. Die Schusswechsel sind auch auf der leichtesten der drei Schwierigkeitsgrade nicht einfach aber stets machbar, wie es sich für ein Add-On gehört.

Es gibt allerdings auch wieder die anderen Missionen, in denen ich ganz klassisch eine Station errichte, um die schon aus dem Hauptspiel bekannten US-Truppen auszuheben. Die Schlachten sind intensiv, da mir die KI nicht lange Zeit lässt, weil sie von Beginn an heftig attackiert. Dieses Mal gibt es die Möglichkeit, in der Pause Befehle zu erteilen, was einer gewissen Hektik entgegenwirkt. Aber manch einer braucht das ja! Die Landeinheiten sind altbekannt, da sie meist aus dem Hauptspiel stammen. Die Gefechte sind außerdem dynamisch, da sich die Story oft ändert und ihr daher einen anderen Weg zum Sieg einschlagen müsst. Ständig bekommt ihr neue Anweisung vom Vorgesetzten, der im Hauptquartier den Überblick behält. Leider nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln, da die Sprachausgabe im Original belassen wurde. Der martialischen Stimmung kommt das entgegen, der Verständigung nicht.