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Soldiers: Heroes of World War 2 (Taktik & Strategie) – Soldiers: Heroes of World War 2

James Ryan zum Spielen? Echtzeit-Taktik auf Hollywood-Niveau? Ein Weltkriegsspiel mit Shooter-Feeling? Kurzum: Codemasters und Best Way wollen cineastische Action in Top-Grafik servieren. Wir haben uns ins kriegerische Getümmel gestürzt und verraten im ausführlichen Test, warum Soldiers: Heroes of World War 2 tatsächlich Projektil- & Panzerfeuer entfachen kann, aber klar am Award vorbeischießt!

© Best Way/Codemasters / Codemasters

Erste Ernüchterungen

Die Präsentation wirkt zunächst wenig heldenhaft: Ein Intro? Fehlanzeige. Es geht direkt in das spartanische Menü. Vor jedem Einsatz wird euch dann ein biederes Briefing vorgelesen. Die meist viel zu langen, teilweise unglücklich formulierten bis schlichtweg schlechten Texte buhlen zwar mit historischen Details des Zweiten Weltkriegs, können aber weder eine packende Kommandostimmung aufbauen noch interessante Heldentypen vorstellen. Hinzu kommen peinliche Rechtschreibfehler wie „Schiesbahn“ oder „Abspungsgebiet“ – ein ernüchternder Start für einen potenziellen Top-Titel. Wo war da bitte die Qualitätssicherung?

Öder Einstieg: Während die Grafik-Engine bewegte Schwarz-Weiß-Bilder der Front zeigt, scrollt ein langatmiger Text ins Bild.

In der „Ausbildung“ dürft ihr euch mit diversen Waffen, beim Minenlegen, der Panzersteuerung und in Deckungsübungen austoben. Das Tutorial bietet zwar keine gesprochenen Anweisungen, aber führt gut in alle Finessen der Steuerung ein. Danach könnt ihr euch aussuchen, ob ihr mit den Feldzügen der Russen, der Briten, der Amerikaner oder der Deutschen startet. Das in drei Schwierigkeitsgraden gestellte Aufgabenspektrum reicht von einfachen Sturmangriffen, Brückenkopfattacken, Konvoi-Überfällen bis hin zu blutigen Durchhalte-Einsätzen oder kleinen Panzerschlachten. Es sind keine Kampagnen im klassischen Sinn, da ihr meist einen einzigen Einsatz bzw. eine Schlacht über etwa fünf Etappen hinweg austragt. __NEWCOL__Alternativ lassen sich sieben besonders knifflige Bonuseinsätze oder der kooperative Multiplayermodus anwählen. Allerdings wartet hier gleich die nächste Ernüchterung: Es existiert tatsächlich keine einzige Variante, die man gegeneinander auf Zufallskarten austragen kann! Damit sinkt die Langzeitmotivation immens, denn alle Maps und Aufgaben des lobenswerten kooperativen Spiels sind bereits aus dem Solomodus bekannt. Hier bietet Codename Panzers <a class="DYNLINK" onmouseover="DynToolTipp_Show('Klicken für Gameinfos‚)“ onmouseout=“DynToolTipp_Hide(); “ href=“javascript:DynCont_Display(‚Gamefinder‘,’runmod.php?sid=%7BSID%7D&LAYOUT=dyncont_gf&spielid=3416′)“>

und vor allem Ground Control 2 <a class="DYNLINK" onmouseover="DynToolTipp_Show('Klicken für Gameinfos‚)“ onmouseout=“DynToolTipp_Hide(); “ href=“javascript:DynCont_Display(‚Gamefinder‘,’runmod.php?sid=%7BSID%7D&LAYOUT=dyncont_gf&spielid=3759′)“>
auf Dauer mehr Abwechslung.

Action & Traumgrafik

Für die magere Präsentation der Story, die schlampige Lokalisierung der Texte und den fehlenden Deathmatchmodus gegen Freunde entschädigen jedoch schnell zwei dicke Motivationsgranaten: die gnadenlose Action und die Traumgrafik. Freut euch auf eine hoch detaillierte Kulisse und ein unverzeihliches Schadenssystem!

Duett auf der Panzerplatte: Ist der Stahlkoloss voll, können Soldaten hinten mitfahren.

Soldiers ist eines der wenigen Spiele, in denen schon das Tutorial tödlich sein kann, wenn die eigene Granate unglücklich abprallt oder der Molotow-Cocktail das Übungsgelände in ein Flammenmeer verwandelt. Ihr könnt später sogar aus ganzen Feldern mit einem kleinen Feuerzeug feurige Fallen machen, die selbst Spezialeinheiten überraschen.