Der Tower of Time ist ein geheimnisvoller Turm im Fantasyreich Artara, der verkehrt herum in die Erde gerammt wurde. Warum und von wem ist nicht bekannt. Schon als Kind hatte man das Gemäuer nach einem Erdstoß entdeckt und neugierig erkundet. Doch eine körperlose Stimme verkündete, dass die Zeit noch nicht reif sei und man den Ort wieder verlassen solle. Zwanzig Jahre später liegt Artara nach einer schweren Katastrophe in Trümmern. Überall herrschen Krieg, Trockenheit und Hungersnöte.
Doch man hegt Hoffnung, dass der Turm womöglich die Rettung bereithalten könnte. Eine Expedition soll Klarheit verschaffen. Und tatsächlich erhält man dieses Mal Einlass. Allerdings steigt man nicht selbst in die Tiefen hinab, sondern dirigiert seine treuen Gefolgsleute Kane und Maeve von einem magischen Thron aus Stockwerk für Stockwerk ans Ziel. Dabei entdecken der Schildwächter und die Meisterschützin auch Spuren früherer Besucher sowie antike Schriften und Artefakte, die tief in die längst vergessene Vergangenheit Artaras blicken lassen.
Im weiteren Verlauf der Expedition gesellen sich sogar Verbündete, wie Elfendruide Aeric oder der zwergische Runenlord Rakhem zur Expeditionsgruppe hinzu, bis man die Kontrolle über sieben einzigartige Charaktere mit individuellen Ansichten und Fertigkeiten inne hat. Allerdings kann man maximal vier Akteure gleichzeitig auf Erkundung schicken. Wer das sein soll, kann man in der Regel frei bestimmen und dank praktischer Teleporter und Stadtportale auch je nach Situation jederzeit ändern.
Entspanntes Taktieren
In den Kämpfen gegen lebende Tote, angriffslustige Orks und andere feindselige Kreaturen greifen die Gruppenmitglieder in Reichweite befindliche Gegner automatisch an – allerdings nur mit Standardangriffen. Will man Zauber und Fertigkeiten nutzen, bestimmte Ziele aufs Korn nehmen oder vorteilhaftere Positionen einnehmen, muss man das manuell Anweisungen geben. Zudem wollen Manareserven, Abklingzeiten, Gegnerwut sowie elementare Resistenzen und Anfälligkeiten berücksichtigt werden. Damit keine unnötige Hektik aufkommt, lässt sich das Kampfgeschehen jederzeit auf Knopfdruck einfrieren und nach der Befehlsvergabe wieder fortsetzen.
Im PC-Original war seinerzeit auch ein alternatives Zeitlupentempo möglich, das auf den Konsolen allerdings nicht mehr zur Auswahl steht. Die von Maus und Tastatur auf Controller übertragene Steuerung macht trotz gewisser Komforteinbußen allerdings eine gute Figur. Schade nur, dass man auf Switch nicht auch Touch-Unterstützung implementiert hat, was sich gerade in den Kämpfen regelrecht angeboten hätte. Ein weiteres Ärgernis ist die besonders im Handheld-Modus der Switch, aber auch für Couch-Spieler mitunter sehr kleine und damit schlecht lesbare Schrift.
Sollte hier noch jemand reinschauen:
Aktuell sind die Bugs ... immer noch vorhanden. An nem Patch für Switch und PS4 wird, laut PC-Entwickler, wohl gearbeitet, aber sie wissen auch nicht, wie lange es dauert.
In Anbetracht der Schwere der Bugs die auftreten können (im Review wird wohl nur die Spitze der Eisberge genannt), ist das ne ziemlich fade Leistung.
Ich hab das Spiel gleich zu Release auf der PS4 gekauft und mich schon ein wenig gewundert, dass ich von den im Test erwähnten Bugs verschont blieb.
Bis ich jedoch zum ersten Mal manuell gespeichert habe. Beim nächsten Start war der Ton weg, alle Einstellungen zurückgesetzt und ich kam nicht mehr aus dem Menü raus. Ich habe dann den Spielstand gelöscht und arbeite jetzt nur noch mit dem Auto-Save, was auf den ersten Blick zu funktionieren scheint.
Das ist zwar alles unbefriedigend, aber vielleicht hilft das dem ein oder anderen.
"Aber wieso ist das ne Unlogik? Wird im Spiel ja auch erwähnt, dass die Helden nur durch das Training in den Gebäuden was neues lernen können."
Hast recht Todesglubsch. Falsches Wort. Wollte damit nur ausdrücken, dass es bei mir die Immersion etwas geschädigt hat ....
Aber wieso ist das ne Unlogik? Wird im Spiel ja auch erwähnt, dass die Helden nur durch das Training in den Gebäuden was neues lernen können.
Ich fand's dann schon unlogischer, dass der Turm angeblich auf dem Kopf steht, man aber trotzdem Treppen nach unten geht, um eine Etage "darüber" zu erreichen. Und ja, das Spiel versucht dies mit "It's magic" zu begründen, aber dämlich isses trotzdem. Erinnert mich immer an The Book of Unwritten Tales.
Pillars 1 und Divinity 1+2 waren eigentlich ganz angenehm mit Pad. Das Inventar war ein bisschen fummelig, ja. Aber ansonsten konnte ich mich nicht groß beschweren. Hurz, gab ja sogar nen Mauszeigermodus, damit man bequem größere Bewegungsbefehle geben konnte und nicht die ganze Zeit aktiv steuern musste. Tower of Time hat dagegen ... naja, keine so gut durchdachte Konsolenanpassung.
Also wenn ich jetzt Werten dürfte, würde ich PC=84% vergeben. Das Spiel ist für mich persönlich Klasse, aber es ist, trotz der von mir weiter oben geschilderten Stärken, nicht Vollkommen (was immer man darunter verstehen mag ).
Was solche Jubelwertungen angeht bin ich auch knausrig.
PS: um meine Wertung einordnen zu können (bin ja nicht 4Players ): Pillars of Eternity 2 würde ich 85% geben